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John Woo's Stranglehold
#1
John Woo Presents: Stranglehold

[Bild: 123.jpg]

Einleitung:

Dies ist die virtuelle Fortsetzung des John Woo Action-Krachers Hard Boiled. Da ich diesen Film noch nicht gesehen habe, kann ich keinen Vergleich in diesem Test zwischen Spiel und Film machen.

Ihr übernehmt die Rolle von Tequilla, gespielt von John Wo Fat. Laut Verpackung sollt ihr die am zerstörbarste Spielewelt der Geschichte zu sehen bekommen. Außerdem wird großkotzig mit genialen Sprüchen und coolen Shootouts geworben.

Ob diese Versprechungen als Werbemaßnahme anzusehen oder tatsächlich zutreffend sind, erfahrt ihr in meinem Test.

Steuerung:

Die wohl wichtigste technische Frage, ist die der Steuerung. Konnte die Steuerung gut auf die Analog-Sticks des 360-Controllers umgesetzt werden? Ist ohne Maus überhaupt ein genaues Zielen möglich?

Kurze Antwort: Ja!

Zwar fällt der Einstig etwas schwer, aber nach dem ersten Level hat man sich sehr gut eingespielt. In den Optionen lässt sich die Stärke des Auto-Aims auswählen. Ich entschied mich für die Option „Normal“, da dies der Standard-Wert ist.

Mit einem Druck auf den LT-Knopf hechtet Tequilla in Zeitlupe zur Seite. Mit dem RT-Knopf nehmt ihr dann so gut es eben geht die Gegner aufs Korn.

Technik:

Stranglehold nutzt eine abgespeckte Unreal³-Engine, die ihre Sache insgesamt sehr gut macht. Grafisch zwar kein Überknaller, doch die Zeitlupeneffekte (Kugelhagel usw.) sind einfach wunderschön anzusehen. Die Explosionen sind kraftvoll und die Physik trägt eine gute Portion zur Atmosphäre bei.

[Bild: 511wFKoXVLL._SS400_.jpg]

Auf der Verpackung wird nicht übertrieben. Ihr könnt so gut wie alles in mehrere Einzelteile zerlegen. Herabstürzende Gegenstände können Gegner erschlagen. So kann man sich in vielen Spielsituationen das Leben erleichtern. Statt ein ganzes Magazin auf einen Gegner zu verschießen, kann man besser auf die Reklametafel über ihm schießen, welche dann mit viel Blut den Gegner plättet.

Der Gewaltfaktor ist der nächste Testbereich. Wie ich finde, ist Stranglehold nur in der ungeschnittenen Fassung ein Genuss, da sonst die härte eines guten Shooters verloren geht. Denn in einem hartem Action-Film ist das Filmblut genauso wichtig für eine gute Atmosphäre, wie in einem Videospiel.

In Stranglehold wird literweise Blut verspritzt. Besonders hilfreich ist das für das Erkennen von Treffern und in Zeitlupe sieht es einfach genial aus.

Gameplay:

Anfangs sind die coolen Massenschießereien ein wahres Erlebnis. Ununterbrochen fliegen euch die Kugeln um die Ohren und ihr zeigt immer auf ein neues, wer der härtere ist. Es gibt sehr viele Waffen, die aber nicht über ein Standard Equipment eines jeden Shooters hinaus gehen. Von der normalen Pistole bis hin zur schweren MG gibt es alle Standard Waffen zu bewundern.

Leider werden die Massenschießereien schnell langweilig. So wirkt das Spiel sehr oft wie ein Serious Sam im Max Payne Stil. Denn erst wenn ihr alle Gegner eines Raumes oder Abschnittes erledigt habt öffnet sich irgendwo eine Tür.

Wenn ihr einmal wenig Lebensenergie haben solltet, so könnt ihr euch entweder mit den fast überall herumliegenden Health-Packs heilen, oder ihr nutzt eine Tequilla-Bomb. Dies sind Fähigkeiten, die euer Charakter ausführen kann. Mit einem Druck auf das Steuerkreuz in die linke Richtung heilt sich Tequilla jederzeit. Wenn man nach oben drückt, gelangt ihr in einen Präzisionsmodus, mit dem ihr sehr cool die Kugeln bis zum Gegner verfolgen und einschlagen sehen könnt. Dies ist auch das brutalste, was man in diesem Spiel zu sehen bekommt. Jeder Gegner hat zig Trefferzonen und bricht jedes Mal mit einer anderen Todesanimation zusammen. Dabei spritzt ordentlich viel Blut und geröchelt wird auch sehr oft.

Ein Druck auf den rechten Pfeil löst eine Art Rage aus und ihr werdet für etwa 30 Sekunden unverwundbar, bekommt unendlich Munition und verbessert eure Feuerrate der Waffe. Dies ist besonders hilfreich für größere Gegnermassen.

Durch stilvolle Kills lädt sich euer Stilkonto auf und dieses Könnt ihr dann im Spiel gegen die Tequilla-Bomben einsetzen.

Ist dieses Konto auf ein Maximum gefüllt, so könnt ihr mit einem Knopf nach unten die John Woo typischen Tauben beschwören und mit einer genialen Drehung werden sämtliche sichtbaren Gegner auf einen Schlag vernichtet.

[Bild: 41iDZcZuI1L._SS400_.jpg]

So cool wie sich diese Features auch anhören, diese machen das Spiel oftmals viel zu einfach und somit ist eine Spielzeit von etwa 6 bis 7 Stunden nicht unrealistisch. Das dies viel zu kurz ist, muss man ja nicht diskutieren.

[Bild: 51GUf-LOyZL._SS400_.jpg]

Oftmals werdet ihr von mehreren Gegnern umzingelt. Ist dies der Fall, so wird die Zeit um ein vielfaches verlangsamt und ihr könnt mit dem rechten Analogstick den Schüssen der Gegner ausweichen.

Diese Shootouts sind eine coole Abwechslung und sind echt nett anzusehen.

Fazit:

Wer auf Spiele a la Max Payne steht und sich an der kurzen Spieldauer nicht stört kann bedenkenlos zugreifen. Das Spiel macht trotz der Mängel einen riesigen Spaß und bekommt von mir für Action-Fans eine klare Empfehlung.



Pro:

- Gute Steuerung

- Nette Grafik

- Völlig zerstörbare Spielwelt

- Brutalität

- Max Payne Flair

- Kurze Ladezeiten

- Viele Safepoints



Contra:

- Gegner wiederholen sich zu oft

- Wirkt oftmals wie Serious Sam

- Deutsche Synchro unter aller Sau

- Sehr kurze Spieldauer (6 bis 7 Stunden)

- Tequilla Bomben machen das Spiel oft viel zu leicht



Wertung: 80%
[Bild: GermanGigaDepp.png]

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