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Provider warnen vor Geldverschwendung: Technik für «Zensursula»-Sperren kommt teuer
#1
Auch wenn die Politik es gern so hätte: Zum Nulltarif sind die Internet-Sperren gegen Kinderpornografie natürlich nicht zu haben. Der Verband der Netzprovider rechnet mit einem hohen Betrag, der «zum Fenster rausgeschmissen» werde.

Die deutschen Netzprovider rechnen mit hohen Kosten für den Aufbau der Technik, um die vom Bundestag beschlossenen Internet-Sperren gegen Kinderpornografie umzusetzen. «Wir gehen beim derzeitigen Umfang von einem dreistelligen Millionenbetrag aus, der gerade in einer Finanzkrise zum Fenster rausgeschmissen wird», sagte Michael Rotert, der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco e.V., der Berliner «tageszeitung» (taz).

Der Mitteleinsatz lasse sich nicht genau bestimmen, denn das hänge stark von der Netzinfrastruktur und Größe des jeweiligen Providers ab, erläuterte Rotert. «Natürlich will der Staat dies alles zum Nulltarif und verweist hier wie bei allen anderen Maßnahmen auch bei den Providern auf die Bürgerpflicht», beklagte sich der eco-Vorsitzende.

Zugleich gab Rotert einen Einblick in die auf den Weg gebrachte Umsetze des äußerst umstrittenen Zugangserschwerungsgesetzes, das in der Öffentlichkeit vor allem durch das Vorhaben bekannt ist, User, die auf eine Website mit kinderpornografischem Inhalt surfen wollen, auf eine andere Domain umzuleiten, so dass die User dann ein «Stopp-Schild» sehen. Zugleich soll das Bundeskriminalamt (BKA) Zugriffsdaten erhalten, um festzustellen, wer da versucht hat, zu kinderpornografischem Material zu gelangen.

«Liste bald im Netz zu finden»

Das Gesetz verpflichtet Zugangsprovider mit mehr als 10.000 Kunden dazu, den Zugriff auf Websites zu sperren. Dazu erstellt das BKA eine Sperrliste, auf der Domainnamen, IP-Adressen und URLs geführt werden. Laut Rotert musste das BKA «fast schon überredet werden, die Sperreinträge nicht als Excel-Liste zu schicken». Die Provider bräuchten ein verschlüsseltes Format, das die automatisierte Übernahme ermögliche.

Gleichwohl geht der Verbandsvorsitzende davon aus, dass die Liste «wie auch in anderen Ländern, in denen geblockt wird, innerhalb kürzester Zeit im Netz zu finden sein dürfte». Zudem lägen nach der Kinderpornografie weitere Forderungen auf dem Tisch, etwa Glücksspiele im Internet, rechtsradikale Websites und illegale Downloads. Die Zahl der Einträge auf Sperrlisten sei aber endlich, «denn irgendwann geht die Bandbreite in die Knie, weil das Netz nur mit Nachschauen beschäftigt ist, ob der Eintrag umgelenkt werden muss».

Eine Verhöhnung der Wähler»

Rotert erneuerte die scharfe Kritik an dem Gesetz, das von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) angestoßen worden war. «Genau dieses Thema (Kinderpornografie, d. Red.) und die Opfer für den Wahlkampf zu missbrauchen und dabei mit den Sperren noch nicht einmal Opferschutz oder Täterverfolgung zu bieten, ist eher eine Verhöhnung der Wähler, als solide und bürgerfreundliche Politik», kritisierte der Internet-Experte.

Gegner des Gesetzes warnen stets, dass die Maßnahme lediglich Kinderporno-Websites verhülle, aber eben nicht dauerhaft aus dem Netz entferne. Damit werde gegen die Herstellung von Kinderpornografie nichts getan, es sei reine Symbolpolitik.

Zudem ließen sich die Sperren selbst von Laien relativ einfach umgehen, argumentieren Kritiker. So würden vom BKA nur die Unbedarften registriert, die – womöglich nur aus Versehen – auf eine verbotene Website surfen und dann zum «Stopp-Schild» geleitet und beim BKA dann registriert werden. Die Pädophilen, die mit einfachen Tricks das Umleiten umgehen, werden dagegen nicht vom BKA festgestellt. Mit dem Thema versucht im laufenden Bundestagswahlkampf vor allem die neue Piraten-Partei zu punkten. (nz)

Quelle: netzeitung.de
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#2
das ist ja wohl die Lachnummer pur!!! der der aus versehen auf so eine Seite kommt wird gespeichert und die die wirklich "scharf" auf so eine Sauerrei sind werden nie erwischt! SUPER ARBEIT!

Das heißt also wenn mir ein kumpel einen Link schickt damit ich mir das "Stopp-Schild" mal anschauen kann werde ich gespeichert! und nach 2 wochen stürmt das SEK bei mir die Bude weil ich ja ein Pädophiler oder sonst was bin!!! :evil:
die haben sie doch nicht mehr alle!
Das Reich errungen mit dem Schwert. Im Frieden haltest`s hoch und werth!
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#3
Wie wir wissen ist Raubmordkopieren ja schlimmer als Kinder f**ken(siehe Haftstrafen) also werden die sicher auch Copy-Seiten früher oder später draufsetzen.
Beschissene von der Leyen.
Edit:Muss man sich mal vor Augen halten:Wenn sone Politikerin ihren Staatssprit im Urlaub verfährt,meckern alle und fordern Rücktritt und Köpfung.Aber n paar Millionen zum "Schutz" von Kindern sind ok oder was??
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#4
was ist denn " Raubmordkopieren " ? 8|
Das Reich errungen mit dem Schwert. Im Frieden haltest`s hoch und werth!
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#5
Armes Deutschland, da kann man echt nur noch auswandern. Mir fällt zu dem gar nichts mehr ein, es ist einfach nur noch ein Trauerspiel mit diesem Land.
Lite-On, BenQ und Hitachi Flasher
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#6
bonelezz,index.php?page=Thread&postID=88150#post88150' schrieb:Wie wir wissen ist Raubmordkopieren ja schlimmer als Kinder f**ken(siehe Haftstrafen) also werden die sicher auch Copy-Seiten früher oder später draufsetzen.
Beschissene von der Leyen.
Edit:Muss man sich mal vor Augen halten:Wenn sone Politikerin ihren Staatssprit im Urlaub verfährt,meckern alle und fordern Rücktritt und Köpfung.Aber n paar Millionen zum "Schutz" von Kindern sind ok oder was??
Das Problem wird einfach sein, das sich beim Thema Pädophilie viel zu viele nicht trauen, auch nur irgendetwas zu sagen. Ich denke, in den Köpfen der meisten heißt es: "Naja, es geht um den Schutz von Kindern, das MUSS ja gut sein". Weitere Gedanken dürfen sich dan moralisch nicht mehr gemacht werden.

Ich selber halte es genauso wie der Herr vom Verband. Keine Frage, das Kinder geschützt werden müssen, aber diese Zensurmassnahmen verhindern weder die Pädophilie noch den Missbrauch von Kindern, weil, wie schon beschrieben, weder die Seiten noch deren Betreiber zur Rechenschaft gezogen werden, sondern lediglich der mündige deutsche Bürger in seiner "Klick-Freiheit" eingeschränkt wird.
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#7
bonelezz,index.php?page=Thread&postID=88150#post88150' schrieb:Aber n paar Millionen zum "Schutz" von Kindern sind ok oder was??
Sicher wären die Millionen ok, wenn sie denn die Kinder auch wirklich schützen würden.
Aber das ist ja im Fall des Stopschildes, leider nicht so.
You look at me when I´m not looking at you.
You don´t think I catch you, but I always do.
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