So, grade mit der DEKRA telefoniert, Umschulung bieten die mangels Nachfrage nicht an, lediglich die Sachkundeprüfung. Nun gut, nach einigen Telefonaten hin und her hab ich dann erfahren, das momentan die berufliche Lage eh fast gleich gestellt ist. Und wenn man einmal "nur" mit Sachkundeprüfung in einer Firma drin ist, ist der Kuchen eh gegessen. Zeitlich und örtlich ist das Ganze perfekt, ein paar Häuser weiter, genau zu dem Zeitpunkt ab dem die Kids im Kindergarten sind. 2 Monate dauert das mit abschliessender Prüfung, anschliessendes Praktikum über die ARGE, erfahrungsgemäss 99%ige Übernahme. Weiterbildungen jederzeit möglich (Umgang mit Waffen etc.). Alter generell kein Problem, ältere Semester sogar lieber wie Jugendliche, Kraft und Fitness kommen notgedrungen von alleine ^^
Lange Rede, kurzer Sinn, jetzt muss die Frau von der ARGE nur noch den Bildungsgutschein rausrücken (auf den ich eigentlich Anspruch habe) und dann gehts weiter.
Krass find ich nur, wie immer in Deutschland, das man erst gefühlte 100 Telefonate und Besuche und Diskussionen abstatten muss, bis man die EIGENE berufliche Zukunft durchsetzen kann. Irgendwie hat da jeder was zu kamellen.
Nachtrag: So, ich hab nun mit der Dame vom Amt telefoniert, um mal anzukündigen, das ich eventuell beabsichtige einen Sachkundenachweis zu erwerben um mir so ein neues Berufsfeld zu ermöglichen und wieder in einen "ordentlichen" Beruf einzusteigen...Tja, spontane Begeisterung hört sich anders an. Zum einen wurden nichtmal Daten und Fakten zur geplanten Massnahme erfragt, ich bekam lediglich ein "Ich werd das dann mal prüfen" zu hören und im selben Atemzug hieß es dann, sie wolle mir erstmal ein Stellenangebot als "Elektriker-Helfer" zukommen lassen. Schliesslich sei ja "eine sofortige Arbeitsaufnahme einer unsicheren Weiterbildung vorzuziehen". Aber wie gesagt, sie "würde das mal prüfen". Daraufhin habe ich ihr folgende Email zugeschickt, so das ich einen schriftlichen Nachweis habe:
Zitat: Guten Morgen Frau xxxxxxxxxxxx,
ich wende mich nochmal schriftlich an Sie, weil ich das Gefühl habe, mit meinem zukünftigen Berufswunsch bzw. der vorangehenden geplanten Weiterbildungsmassnahme telefonisch nicht wirklich ernst genommen worden zu sein.
Zum einen wurden keinerlei Informationen zur lediglich 2 Monate andauernden Bildungsmassnahme und dem damit verbundenen Berufswunsch erfragt und zum anderen sprach man im selben Atemzug von einer "Elektriker-Helferstelle" die man mir zukommen lassen wolle.
Ich denke, das ich bis zum jetzigen Zeitpunkt in jedem Gespräch suggeriert habe, das ich zum einen nicht vorhabe, die nächsten 35 Jahre meines noch vor mir liegenden Berufslebens als "Helfer" zu verbringen und zum anderen keinerlei Interesse an einer weiteren Beschäftigung als Elektriker oder Elektroniker habe. Ich habe diese Ausbildung zum Elektroniker damals als 16-jähriger ungewollt und auf drängen meiner Eltern ergriffen und notgedrungen beendet, ohne jemals wieder in diesem Bereich gearbeitet zu haben oder dort wieder einsteigen zu wollen. Meine im Lebenslauf zu ersehenden sonstigen Tätikgeiten dürften das ja plausibel belegen. Grafikdesign und Werbe/Mediengestalter wäre damals mein Wunsch gewesen, aber das ist ein anderes persönliches Thema...
Sonstige Berufswünsche oder Betätigungsfelder wurden im Zuge des Beratungsgespräches nicht erwähnt (bis auf den Bestatter, der aufgrund einer fast unmöglichen Ausbildung aus dem Rahmen fällt), lediglich die bisher verzeichneten Tätigkeiten wurden systembedingt übernommen. Dabei habe ich selbst da schon gesagt, das ich nur ungern Elektriker und Helferstellen annehmen würde. Wie ich bereits telefonisch mitteilte denke ich für mich persönlich, das mir beides absolut nicht weiter hilft.
Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv mit meiner Familie und mir selber beraten und Informationen zum Thema Sicherheitsfachkraft zusammengetragen. Ich strebe einen Sachkundenachweis nach §34a GewO an, der mir aufgrund meiner Interessen, meines Alters und meiner körperlichen und geistigen Präsenz die Möglichkeit bietet in einen mich menschlich fordernden Beruf einzusteigen. Ausserdem stehen in diesem Bereich zahlreiche weitere Fortbildungsmöglichkeiten zur Verfügung, die einem einen stetig erweiterbaren beruflichen Horizont bieten.
Die in diesem Bereich vorhandenen Stellenangebote sprechen für sich. Ein Praktikum im Anschluß an diese Massnahme mit Übernahme und/oder die zeitgleiche Vermittlung in ein Stellenangebot welches diesen Nachweis erfordert sind durchaus möglich und erstrebenswert.
Ich möchte Sie bitten, meine Erörterungen in Ihre Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Vielleicht lassen Sie mich nicht im Regen stehen (oder im Sonnenschein, je nach Einstellung).
Mit freundlichen Grüßen
Peter Müller
Ich weiß nicht, ob dieses Schreiben dem Ganzen zuträglich ist oder nicht, aber ich konnt das so einfach nicht stehen lassen und wie ich schon schrieb, telefonisch hab ich eh das Gefühl, immer nur abgewimmelt zu werden.