26.02.2010, 07:51
NEWS AUS ÖSTERREICH
Die in Konkurs befindliche Elektrohandelskette Cosmos wird nun vollständig zerschlagen: Der Gläubigerausschuss und der Masseverwalter seien heute übereingekommen, dass die Gesamtschließung und die damit verbundene konkursrechtliche Verwertung, die Liquidation, vorgenommen werden muss.
Dies teilte der Insolvenzexperte des Gläubigerschutzverbands KSV, Christoph Vavrik, am Donnerstagabend mit. Ab morgen Freitag beginnt in den verbliebenen 17 Filialen der Konkursabverkauf.
Aus Sicht des KSV liege kein tragfähiges Konzept in Hinblick auf Beteiligungsgespräche mit Interessenten vor: „Ein längerer Fortbetrieb in Konkurs ist aufgrund der Verlustsituation nicht vertretbar“. 10 Cosmos-Filialen wurden bereits geschlossen.
Der Schließungsantrag für Cosmos wird in Kürze bei Gericht eingebracht. Heute habe der Gläubigerausschuss bei einer Sitzung den Masseverwalter dazu ermächtigt, erklärte der KSV-Insolvenzexperte. Ab Freitag bis vorerst nächste Woche Samstag werde in den verbliebenen 17 Filialen des Elektrohändlers der Konkursabverkauf stattfinden, die Preise werden dabei um 20 Prozent reduziert. Bei Bedarf werde der Abverkauf verlängert.
„Keine praktische Perspektive“
Für Cosmos gebe es „keine praktische Perspektive“, erläuterte Vavrik. Für die betroffenen Arbeitnehmer sei dies natürlich eine schlechte Nachricht. Die Gläubiger müssten nun warten, bis alle Verwertungshandlungen gesetzt seien: Was unter Eigentumsvorbehalt geliefert wurde wird ausgesondert, was im Eigentum der Konkursschuldnerin ist wird verwertet. Ein Verfahren dieser Größenordnung nehme einige Zeit in Anspruch, bei Kaindl habe es auch jahrelang gedauert.
Für 324 Beschäftigte in zehn Cosmos-Filialen war bereits am vergangenen Samstag letzter Arbeitstag. Insgesamt wurden wie berichtet alle 1.160 Beschäftigten im Rahmen des Frühwarnsystems bereits zur Kündigung angemeldet.
Die Geschichte von Cosmos
Die Elektronik-Kette hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 1975 gegründet, wurde sie 1996 um 150 Mio. Schilling (10,90 Mio. Euro) an den Elektrohändler Köck verkauft. Die Cosmos-Köck-Anteile wurden dann in der Folge von der BAWAG übernommen. Im Herbst 2006 hat die BAWAG dann ihre defizitäre Elektrohandelstochter an die Value Management Service (VMS) um Erhard Grossnigg und den deutschen Finanzinvestor Nordwind Capital verkauft. Gleichzeitig mit der Übernahme wurde Cosmos mit der von der Grossnigg-Gruppe sanierten Niedermeyer-Kette in eine gemeinsame Holding eingebracht.
Damit entstand Österreichs größte Elektrohandelsgruppe mit einem Marktvolumen von 3,1 Mrd. Euro. Im Herbst 2009 sind die Tiroler Brüder Harald und Markus Stauder bei Cosmos eingestiegen und haben die Bankverbindlichkeiten übernommen. Gescheitert ist zuletzt der geplante Einstieg der türkischen Esas-Holding der Familie Sabanci. Die Verträge hätten bis Jänner 2010 unterzeichnet sein sollen. Dazu kam es nicht mehr. Am 18. Februar wurde der Konkurs eröffnet.
Keine Rücknahme der Geräte
Die Elektro-Einkaufsgenossenschaft Red Zac bot zuletzt Cosmos-Kunden Hilfe an und offerierte den Betroffenen die Garantieabwicklung bei Problemen mit Geräten. Kunden, die ihre Geräte bei Cosmos gekauft und jetzt Schwierigkeiten hätten, könnten sich an einen der mehr als 220 Red-Zac-Händler wenden, so Red-Zac-Geschäftsführer Alexander Klaus.
Die Kunden müssen lediglich den Händlerbeleg und die Garantiekarte vorlegen. Zurückgenommen werden Geräte allerdings nicht.
Cosmos-Gutscheine werden schon seit dem Konkursantrag Anfang der Woche nicht mehr in den Filialen angenommen.
Quelle Nachrichten
Tja mit 6,7% marktanteil war Cosmos der Saturn/Mediamarktkette klar unterlegen.Auch Niedermayer hat mit 23% mehr vom Markt gehabt.
Die in Konkurs befindliche Elektrohandelskette Cosmos wird nun vollständig zerschlagen: Der Gläubigerausschuss und der Masseverwalter seien heute übereingekommen, dass die Gesamtschließung und die damit verbundene konkursrechtliche Verwertung, die Liquidation, vorgenommen werden muss.
Dies teilte der Insolvenzexperte des Gläubigerschutzverbands KSV, Christoph Vavrik, am Donnerstagabend mit. Ab morgen Freitag beginnt in den verbliebenen 17 Filialen der Konkursabverkauf.
Aus Sicht des KSV liege kein tragfähiges Konzept in Hinblick auf Beteiligungsgespräche mit Interessenten vor: „Ein längerer Fortbetrieb in Konkurs ist aufgrund der Verlustsituation nicht vertretbar“. 10 Cosmos-Filialen wurden bereits geschlossen.
Der Schließungsantrag für Cosmos wird in Kürze bei Gericht eingebracht. Heute habe der Gläubigerausschuss bei einer Sitzung den Masseverwalter dazu ermächtigt, erklärte der KSV-Insolvenzexperte. Ab Freitag bis vorerst nächste Woche Samstag werde in den verbliebenen 17 Filialen des Elektrohändlers der Konkursabverkauf stattfinden, die Preise werden dabei um 20 Prozent reduziert. Bei Bedarf werde der Abverkauf verlängert.
„Keine praktische Perspektive“
Für Cosmos gebe es „keine praktische Perspektive“, erläuterte Vavrik. Für die betroffenen Arbeitnehmer sei dies natürlich eine schlechte Nachricht. Die Gläubiger müssten nun warten, bis alle Verwertungshandlungen gesetzt seien: Was unter Eigentumsvorbehalt geliefert wurde wird ausgesondert, was im Eigentum der Konkursschuldnerin ist wird verwertet. Ein Verfahren dieser Größenordnung nehme einige Zeit in Anspruch, bei Kaindl habe es auch jahrelang gedauert.
Für 324 Beschäftigte in zehn Cosmos-Filialen war bereits am vergangenen Samstag letzter Arbeitstag. Insgesamt wurden wie berichtet alle 1.160 Beschäftigten im Rahmen des Frühwarnsystems bereits zur Kündigung angemeldet.
Die Geschichte von Cosmos
Die Elektronik-Kette hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 1975 gegründet, wurde sie 1996 um 150 Mio. Schilling (10,90 Mio. Euro) an den Elektrohändler Köck verkauft. Die Cosmos-Köck-Anteile wurden dann in der Folge von der BAWAG übernommen. Im Herbst 2006 hat die BAWAG dann ihre defizitäre Elektrohandelstochter an die Value Management Service (VMS) um Erhard Grossnigg und den deutschen Finanzinvestor Nordwind Capital verkauft. Gleichzeitig mit der Übernahme wurde Cosmos mit der von der Grossnigg-Gruppe sanierten Niedermeyer-Kette in eine gemeinsame Holding eingebracht.
Damit entstand Österreichs größte Elektrohandelsgruppe mit einem Marktvolumen von 3,1 Mrd. Euro. Im Herbst 2009 sind die Tiroler Brüder Harald und Markus Stauder bei Cosmos eingestiegen und haben die Bankverbindlichkeiten übernommen. Gescheitert ist zuletzt der geplante Einstieg der türkischen Esas-Holding der Familie Sabanci. Die Verträge hätten bis Jänner 2010 unterzeichnet sein sollen. Dazu kam es nicht mehr. Am 18. Februar wurde der Konkurs eröffnet.
Keine Rücknahme der Geräte
Die Elektro-Einkaufsgenossenschaft Red Zac bot zuletzt Cosmos-Kunden Hilfe an und offerierte den Betroffenen die Garantieabwicklung bei Problemen mit Geräten. Kunden, die ihre Geräte bei Cosmos gekauft und jetzt Schwierigkeiten hätten, könnten sich an einen der mehr als 220 Red-Zac-Händler wenden, so Red-Zac-Geschäftsführer Alexander Klaus.
Die Kunden müssen lediglich den Händlerbeleg und die Garantiekarte vorlegen. Zurückgenommen werden Geräte allerdings nicht.
Cosmos-Gutscheine werden schon seit dem Konkursantrag Anfang der Woche nicht mehr in den Filialen angenommen.
Quelle Nachrichten
Tja mit 6,7% marktanteil war Cosmos der Saturn/Mediamarktkette klar unterlegen.Auch Niedermayer hat mit 23% mehr vom Markt gehabt.

